Der wohl vorerst letzte Blogeintrag… Und deshalb möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die mich vor, während und auch jetzt noch so toll unterstützt haben beziehungsweise es noch immer tun! Ohne die Hilfe und von meiner Familie und all der lieben Menschen, die ich sonst noch so um mich herum habe, wäre ich mit Sicherheit nicht so weit gekommen. Wenn es mal nicht so gut lief, war immer jemand da, der mich unterstützt und wieder aufgebaut hat, sodass ich auch über 9ooo km weit weg von daheim, nie das Gefühl haben musste allein zu sein. Dafür bin ich euch allen sehr dankbar!
Außerdem möchte ich mich bei den zahlreichen Lesern dieses Blogs für ihr Intresse bedanken – dass es so viele sein würden, hätte ich beim besten Willen nicht gedacht…
Ich hoffe einen umfangreichen Einblick in die Kultur und das Leben in dem kleinen und so unscheinbar wirkenden Land jenseits des großen Ozeans vermittelt zu haben, das ich mittlerweile meine zweite Heimat nennen kann. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, von meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten und vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen dafür begeistern, selbst ein solches Abenteuer anzutreten. Denn es gibt noch so viele andere Länder, denen hierzulande wenig bis gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Falls jemand eine Frage oder Anregung zu meinem Austauschjahr, Panamá oder in sonst einer Hinsicht haben sollte, stehe ich gerne zur Verfügung und habe immer ein offenes Ohr
In diesem Sinne, ein herzliches Dankeschön an alle und bis bald! 
Caterina
Seit einer Woche bin ich mittlerweile schon wieder zuhause in Deutschland. Nach 30 Stunden auf den Beinen (aber diesmal ohne Zwischenstop in Guatemala), kamen wir letzten Donnerstag in der Heimat an. Nach dem Begrüßungskomitee aus Eltern und Freunden am Flughafen, wartete der Rest der Familie auf mich. Leider mussten sich alle etwas länger als geplant gedulden, da es noch am Gepäckband zu einer Verzögerung kam: einer meiner Koffer kam nicht mit der selben Maschiene aus Spanien wie ich… Dieses Schicksal teilte ich übrigens mit ca. 10 anderen (deutschen) Reisenden, die alle als Urlauber in Südamerika unterwegs waren und mit mir von Madrid nach Frankfurt geflogen waren.
Noch während die Ersten völlig entnervt über verpasste Anschlusszüge, die strapazierende Weltumrundung und unzumutbare Fluggesellschaften zu diskutieren begannen, waren andere bereits mit ernergischen Schritten auf dem Weg vom Gepäckband in Richtung Reklamationsschalter, um sich in die Schlange der restlichen Leidensgenossen zu reihen. Und schon wurde mir bewusst, dass ich wieder zurück in Deutschland bin…
Da ich mir in den vergangenen 11 Monaten allerdings scheinbar doch einen guten Teil der berühmten tropischen Gelassenheit angewöht habe, war ich also die letzte, die sich am Schalter anstellte und somit warten musste, bis meine Landsleute einer nach dem anderen die detaillierte Beschreibung ihres Problems abgegeben hatten… In Panama hätte sich niemand so sehr darüber aufgeregt. Alles nicht so tragsich – shit happens, but life goes on
. Einen Tag später bekam ich den Koffer dann nämlich schon nach Hause gebracht.
Ansonsten wurde ich von allen sehr lieb und herzlich empfangen, mit Willkommenskuchen und Überraschungsparty – ich habe mich wirklich gefreut wieder daheim zu sein. Dieses Jahr ging so unglaublich schnell vorbei, ich hatte so viele tolle Erlebnisse in Panama Die Entscheidung, ein Jahr lang ins Ausland zu gehen, war die absolut richtige und ich bin wirklich froh darüber, sie getroffen zu haben. In den 11 Monaten habe eine neue Sprache, eine andere Kultur, viele neue Menschen und kennen gelernt – das ist so viel mehr, als ich in einem Schuljahr in Deutschland hätte lernen können. Ich bin wirklich froh, eine solche Möglichkeit gehabt zu haben. Denn eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt!
Wie recht Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie hatte, spüre ich im Moment ganz deutlich am eigenen Leib. Mir bleibt nur noch eine Woche hier, bevor ich schon den Heimweg antreten werde. Zurück nach Hause in mein altes Leben, das nicht nur durch die vielen neuen Eindrücke, die ich aus Panama mitnehmen werde, sicher nicht mehr das selbe sein wird wie zuvor. Doch in der langen Zeit, die ich mittlerweile in Panama bin, habe ich mein Leben in Deutschland und einige europäische Standards doch zu schätzen gelernt. Auch wenn ich mich wirklich sehr auf daheim freue, auf Familie und Freunde, den Alltag, der noch vor 10 Monaten ziemlich „langweilig“ und normal gewesen ist, wird mir der Abschied nicht leicht fallen.
Denn auf der anderen Seite des großen, tiefen Meeres bleiben eine Familie und Freunde, ein neuer Alltag und eine wunderbare Zeit zurück. Zwar ist die Welt dank der Flugzeuge heute wesentlich kleiner geworden und das Internet macht es einem so viel leichter in Kontakt zu bleiben. Trotzdem scheint der kommende Abschied erheblich schwerer zu werden, da er irgendwie endgültiger ist. Wann werde ich die Möglichkeit haben, zurück nach Panama zu kommen? Wie lang werde ich bleiben können? Wie wird sich das Land bis dahin weiter entwickelt haben?
Vielleicht ist es gerade deshalb ganz gut, dass in der kurzen Zeit noch so viele Dinge zu erledigen sind… Dann muss ich mir nicht ständig den Kopf über solche und ähnliche Fragen zerbrechen
Letzte Woche hatte ich schließlich auch meinen letzten Schultag, meine ganze Klasse und viele Lehrer unterschrieben alle auf meiner Bluse – damit ich auch ja keinen einen vergesse!
Dann war eine Woche schulfrei, in der ich mit ein paar Freunden unterwegs war. Zuerst ging es noch einmal auf die Isla Cañas, um Schildkröten zu sehen, doch leider hatten wir in dieser Nacht kein Glück – dafür um so mehr Spaß beim Baden!
Anschließend bin ich mit anderen Freunden ein letztes Mal nach Panama gefahren, zum Shoppen, ins Kino gehen und um den Panamakanal zu besichtigen. Von da aus ging es letztendlich direkt weiter auf ein AFS-Camp, das auf einer „Granja alternativa“ (eine Art Bio Bauernhof)mit knapp 80 Personen stattfand. Dort wurden die Details der Abreise besprochen und auch ansonsten hatte man sich viel zu erzählen, da man sich teilweise seit der Ankunft kaum gesehen hatte. Bedeutete im Klartext: wenig Schlaf, nicht ganz so berauschendes Essen, aber ein nettes Ambiente. Dementsprechend erschöpft bin ich also wieder nach Las Tablas zurück gekommen, wo ich meine letzte Woche im mittlerweile zweiten zuhause verbringen werde, bevor es nächste Woche zum zweiten Mal um die halbe Welt zurück geht
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Isla Cañas
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Nach dem Baden :-)
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Das sonderbarste Fahrrad – aber verkehrstuechtig!
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Barfuss durch die Mangroven
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Der Panamakanal
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Die Schleusen
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Die Kanaleinfahrt richtung Pazifik
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Ein Passagier
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Interessante Ansicht
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Die Staumauer
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Ausblick von der Granja
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Selbst die Iguanas liegen in der Hamaca ;-)
Und schon ist auch der Mai so gut wie zu Ende… Die Zeit vergeht einfach unglaublich schnell, wenn man so viel zu tun hat! Letzte Woche haben in der Schule die Abschlussprüfungen des noch laufenden Trimesters begonnen. Das heißt, man hat jeden Morgen ein bis zwei in der Regel zweistündige Examen plus einen Test zu schreiben. Mit etwas Vorbereitung ist das nicht weiter schwierig und auch das Konzentrieren fällt ausnahmsweise nicht ganz so schwer, da ein ungewohnt ruhiges Arbeitsklima herrscht. Es scheint, als nähmen diePanameños in der Zeit während den Examendie Schule mal ernst…
Um uns vom ungewohnten „Schulstress“ zu erholen und noch einmal die letzte Zeit vor meiner Rückkehr nach Deutschland zu genießen, bin ich mit ein paar Freunden an diesem Wochenende zum Zelten an den Strand gefahren. Essen hatten wir vorher genügend eingekauft und um den Speiseplan zwischen Ananas, Bananen, Cornflakes und Müsliriegeln zu erweitern, aßen wir in der Strandbar vor Ort Fisch mit Patacones und Cerviche.
Relativ erschöpft krabbelten wir nach einem anstrengenden Tag ins Zelt und schliefen bis uns ein kurzer nächtlicher Regenschauer weckte. Also zogen wir schnell unter ein Palmdach und schliefen weiter. Von den drei heftigen Erdstößen während der Nacht, die etwa einen Kilometer weit draußen im Meer die Region erschütterten, bekamen wir allerdings nichts mit… Entweder lag es an der Müdigkeit oder (was wahrscheinlicher ist) am gut dämpfenden Sand – zum Glück entstand kein Tsunami!
Frühstück mit Meeresblick und Sand unter den Füßen, Strandspaziergänge und Ausflüge zu Pferd an einen Strand mit Höhle rundeten das perfekte Sommer-Sonne-Strand-Feeling ab. Viele Surfer, die virtuos auf ihren Boards durch die hohen Wellen glitten sorgten für Unterhaltung und abends am Lagerfeuer aus Treibholz wurde erzählt, gelacht und gealbert.So verbrachten wir ein tolles Wochenende, hatten jede Menge Spaß und viele schöne Erlebnisse!
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Farbenpraechtiger Sonnenuntergang
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Fruehstueck am Strand ;-)
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Ein Surfer ;-)
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So ein toller Strand
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Auf dem Pferd zur Marinera
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Tolle Bucht!
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La Marinera
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Blick aus der Hoehle Richtung Strand
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Stalaktiten
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und in Richtung Meer
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Cerviche, in Essig eingelegte Krabben
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Ein Totenkopfaeffchen! ;-)
Man nehme 2 Busse, ca 60 Schüler, einen Lehrer, 24 Stunden und knapp 800km – was ergibt das alles zusammen? Richtig! Den gestrigen Schulausflug nach Portobelo und Colón.
Treffpunkt war die Schule um halb eins morgens, dann sollten um ein Uhr die Busse bestiegen werden und die Reise losgehen. Relativ „in time“ verließen gegen kurz vor 2 ein großer Reisebus und ein kleines asiatisches Buschen den Schulparkplatz in Las Tablas, vollgestopft mit gutgelaunten und überhaupt nicht müden Schülern. Im kleineren Bus wurde Tamborin (kleine Trommel) gespielt, im anderen wummerten die Bässe der Karnevalssongs.
3 Stops und 7 Stunden später erreichten wir unser erstes Ziel: Portobelo, die Ende des 16. Jahrhunderts von spanischen Eroberern erbaute Hafenfestung am Atlantik. Im kleinen Städtchen, das während der Jahrhunderte von zahlreichen Piratenangriffen heimgesucht worden war, kann man noch heute die Überreste vergangener Zeiten besuchen: die alten Festungsmauern, die schweren Kanonen und die anderen Gebäude, wie zum Beispiel das Kloster und das ehemalige Krankenhaus, lassen einem die vielen Geschichten und Mythen über Piraten und Kolonialherren wieder in den Sinn kommen. Nur zu gut kann man sich vorstellen, wie während des jährlich zweimonatigen Aufenthalts der spanischen Handels- und Kriegsflotte Gold und Silber, Wein und andere Ware den Besitzer wechselten. Mit ein bisschen Fantasie bekommt man einen guten Eindruck vom Leben in guten und schlechten Zeiten, das sich einst zwischen den heutigen Ruinen abspielte.
Gegen Mittag ging die Reise weiter, nächster Halt: Colón, die zweit größte Stadt Panamas an der nördlichen Einfahrt des Kanals. Colón besitzt den mit Abstand schlechtesten Ruf aller Orte des Landes: Überfälle, Straßenschießereien, Morde und allem Übel dieser Welt wird dort ein Zuhause gegeben. Fakt ist, dass sowohl die Kriminalitäts- als auch die Armutsrate absolut rekordverdächtig ist. Beim Anblick der vielen zerfallenen Häuser, vom harten Leben deutlich gezeichneten Menschen und erbärmlichen Straßenzüge, kommt eine sonderbare Mischung aus Mitleid, Entsetzen und Unwohlsein auf. Die irgendwie angespannte Atmosphäre und die Tatsache, weiß und somit automatisch reich zu sein, tragen nicht zur Verbesserung der Lage bei. Den Bus verließen wir nur zum Mittagessen und um uns ein Hotel direkt an der Hafeneinfahrt anzusehen – der Gegensatz hätte größer nicht sein können.
Mit gemischten Gefühlen ging es schließlich in Richtung Hauptstadt, von dort aus wurde nach einem schnellen Bummel durch die Mall, die Heimfahrt angetreten. Um kurz nach Mitternacht trafen wir um zahlreiche verschiedene Eindrücke reicher und leicht bis mittelschwer erschöpft wieder in Las Tablas ein. Todmüde fielen wir alle in unsere Betten, um uns von den Strapazen der langen, aber interessanten Reise zu erholen.
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Der Stausee, der die Stromversorgung für den Kanal sicherstellt
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Ein Teil meiner Klasse und unser Lehrer
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Portobelo
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Erkundungstour durch die Ruinen
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Festungsanlage von Portobelo
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Blick auf die Bucht von Portobelo
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Nach 400 Jahren noch immer erhalten
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Henry Morgan – einer der geführchtetsten Piraten
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Ein bedauernswertes Haustier
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Colón
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Stadtmitte
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Das Hotel Washington
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Das Land geteilt, die Welt vereint…
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Kanaleinfahrt